Workshops und Grundlagentraining 2015 – Archiv

Grundlagen-Training (immer von 11 bis 14 Uhr)

Workshops (immer von 15 bis 18 Uhr)
Sonntag, 4. Januar – Laufen und Haltung im Standardtanz
Samstag, 31. Januar – Ballett
Sonntag, 15. Februar – Technik des Rumba-Grundschritts
Samstag, 21. Februar – Paso Doble
Samstag, 21. März – Lindy Hop und andere
Tänze der 20er Jahre
Sonntag, 19. April – Technik des Walzer-Grundschritts
Samstag, 11. April – gemeinsame Veranstaltung mit
Los Sheepos Negros und anschließender Tanzabend
Sonntag, 17. Mai – Wiederholung Walzer und Rumba
Samstag, 13. Juni – Samba
Samstag, 27. Juni – Ausfall
Sonntag, 12. Juli – entfällt
Samstag, 25. Juli – Workshop mit
Geburtstagsfeier
Samstag, 29. August – Drehungen im Standardtanz
Sonntag, 06. September – Koordination des Schwerpunktes
Samstag, 19. September – Flamenco
Sonntag, 04. Oktober – Formationstraining
Freitag, 23. Oktober – TANZ MiT MIR – zu Halloween
Sonntag, 8. November – Tango
Samstag, 21. November – Bachata
Sonntag, 06. Dezember – Slow Foxtrot
 Samstag 19. Dezember – mit Weihnachtsfeier

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Spiel- und Spaß im Mai: Flamenco

Heute sind wir ganz mutig! Wir wollen uns mal auf einem ganz unbekannten Terrain bewegen. Es steht ein Workshop „Flamenco“ auf dem Programm. Vier neugierige Paare trafen sich erwartungsvoll in der Sporthalle Kröllwitz. Die Tanzlehrerin Anna Armenini  traf in vollständiger Flamencotracht ein und beeindruckte sofort mit Grandezza. Als erstes lernten wir, dass das fast wichtigste Ausdrucksmittel beim Flamenco der Rock ist. Jedenfalls für die Frauen. Also gab es als erstes für jede Frau den passenden Universitätssportverein-eigenen Flamencorock, der als ein vollständiger Tellerrock mit Rüsche gearbeitet war. Nach einem kurzen Abriss zur Geschichte und der Position des Flamencos im Stammbaum der Tänze sollte es dann losgehen. Wir stellten uns in 2 Reihen vor dem Spiegel auf und versuchten den Tanzschritten der Lehrerin zu folgen. Also gleich ein Sprung ins kalte Wasser. Danach übten wir große Gesten und Posen vor dem Spiegel. Möglichst ohne Kippeln. Ziel war es, wie Statuen zu wirken. Wir lernten etwas über die Zählzeit (8, wie sehr oft), Körperspannung, Fußhaltung, Klatschen mit Pausen an der möglichst richtigen Stelle, auch Kontraklatschen zum Schritt. Danach übten wir im Detail einige Grundschritte. Man braucht unbedingt Schuhe mit harten Absätzen, um ordentlich den Rhythmus zu stampfen. Sehr wichtig ist es, den Rock in der richtigen Abfolge (lang, kurz,kurz, lang…) und nicht irgendwie zu schwenken! Bei der Dame sind fließende, ausdrucksvolle Armbewegungen wichtig, während der Mann seine Gesten eher zackig und bestimmt gestalten soll. Er ist ja schließlich der Torero, der den Stier besiegen soll. Es sollen nämlich im Tanz Geschichten erzählt werden. Von Leidenschaft, Hoffnung und Verzweiflung. Von Liebe und Tod. Also die ganz großen Dinge des Lebens. Langsam kristallisierte sich auch heraus, was das Ziel des Nachmittags war: Es sollte so eine Art Tanztheater einstudiert werden. Mit Choreografie, Improvisation und Koordination übten wir also das geplante Programm. Dazu mussten wir auch zunächst lernen, energisch und zielgerichtet zu einer Position zu laufen und dann verschiedene Posen einzunehmen. Das kleine Tanztheater kulminierte dann im Solo von Anna Armenini. Es war ein wunderbarer Nachmittag, die Zeit verging wie im Flug und wir sind durch eine neue Tanzerfahrung bereichert worden. Unser Dank gilt auch Alex, der immer für die richtige Musik gesorgt hat und unsere Bemühungen auf Video aufgenommen hat.

(Manuela Klapperstück)

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Grundlagen-Training im März: Binnenkörperliche Bewegung in der Rumba

„Wir wollen heute den Oberkörper vom Unterkörper isolieren.“ Damit begrüßte uns Daniel zum Grundlagentraining am 29. März. Um in die Bewegung hineinzukommen, wurde zunächst versucht, die Hüfte sowohl zu beiden Seiten als auch vor und zurück zu bewegen. Danach wurden die eben gelernten Einzelbewegungen zu einem Kreis bzw. Halbkreis zusammengefügt. Dies fiel vielen Teilnehmern noch leicht, doch ihnen war nicht bewusst, dass diese Übungen auch mit dem Oberkörper möglich sind. Dabei musste man darauf achten, die Bewegungen mit dem Brustkorb auszuführen, nicht mit den Schultern! Auch hier konnte man das Ganze dann in kreisenden Bewegungen vereinen. Bis jetzt war das alles noch ganz nett, doch wie man von anderen Trainingseinheiten der Vormonate weiß, sollte es nicht dabei bleiben. Nun wurde damit vorangegangen, zunächst nur seitliche Bewegungen auszuführen – erst Oberkörper zur Seite bewegen, dann Hüfte schwingen und Gewicht verlagern. Kaum zu glauben, wie stark man sich dabei konzentrieren muss und wie stark man dabei schwitzen kann, ganz ohne einen einzigen Tanzschritt zu setzen. Und da sowohl geistig als auch körperlich von allen Teilnehmern Höchstleistungen erbracht wurden, musste sich nun erst einmal gestärkt werden.

Nach ein paar locker-leichten Liegestützen eines hoch motivierten Gastes ging es mit dem zweiten Teil weiter. Denn wer gedacht hat, das wäre alles, der hatte sich getäuscht. Diese ganzen Übungen gibt es nämlich auch in 3D. Und das ganz ohne Brille und Kino! Ober- und Unterkörper wurden nun schräg verdreht. Hierbei wurden nicht nur Blockaden der unteren Wirbel gelöst, ab und zu löste sich auch ein klagendes Stöhnen einzelner Teilnehmer. Doch Daniel hatte ein klares Ziel vor Augen – den Grundschritt. In dieser Höchstdisziplin wurde nun alles zuvor Erlernte verbunden. Da war wieder maximale Konzentration gefordert und alle waren erstaunt, wie viele unterschiedliche, binnenkörperliche Bewegungen in einen Rumba-Grundschritt eingebettet sind. Nachdem nun alle die richtige Technik heraus hatten und versuchten, diese auch umzusetzen, neigte sich das Training in freudiger Erwartung des bald folgenden Binnenkörper-Muskelkaters auch schon dem Ende zu.

Auch sehr gefreut haben wir uns über zwei neue Gesichter. Wir hoffen, dass euch das Schnuppertraining Spaß gemacht hat und wir euch zum nächsten Termin wiedersehen!

(Saskia Sparbrod)

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Grundlagen-Training im Februar: Technik des Rumba-Grundschritts

Manchmal ist es sinnvoll, das Pferd von hinten aufzuzäumen. Das Grundlagen-Training am Sonntagvormittag wurde vom Übungsleiter Daniel Decker mit den Worten eingeleitet, dass zunächst einige technische Feinheiten geübt werden sollten, die den fortgeschrittenen Tänzern bereits bekannt waren. Im Mittelpunkt standen die Fußarbeit sowie die korrekte Gewichtsverlagerung bei jedem Taktschlag. Und während sich die weniger tanzerfahrenen Paare abmühten, die ambitionierte Technik des Rumba-Grundschritts zu erlernen, fragte man sich, warum bei einem Grundlagen-Training etwas so Anspruchsvolles verlangt wurde. Spätestens in der nächsten Phase des Trainings konnten sich alle Anwesenden jedoch die Antwort selbst geben.

Nachdem der Rumba-Grundschritt nun nämlich einzeln neu erlernt worden war, ging es daran, mit seinem Partner Führen und Folgen im Latein zu lernen. Wie beim Standard-Training im Monat zuvor wurde auch hier abwechselnd nur mit der einen oder mit der anderen Hand als Kontaktpunkt geführt. Und nun zahlte sich aus, dass das Training mit so viel Fokus auf Technik begonnen hatte: Die Füße liefen die korrekten Schritte nicht nur im Grundschritt, sondern auch bei Figuren wie dem New Yorker oder dem Hand to Hand automatisch ab. Die zuvor erlernte Technik ermöglichte es allen Tänzern, dass sie zu jedem Zeitpunkt wussten, welcher Fuß als nächstes zu setzen war, und insbesondere die Damen profitierten davon, auch bei wenig überraschenden Richtungswechseln die Balance halten zu können.

Auch der Spaß kam diesmal nicht zu kurz: Am Ende der ausführlichen Frühstückspause zauberte Daniel diverse Stöcke herbei, die den Kontaktpunkt zwischen Herr und Dame ersetzen sollten, um den Paaren ihre gemeinsame Achse zu demonstrieren. Und natürlich waren insbesondere die jüngeren Teilnehmer dazu verführt, diese Stöcke für gänzlich andere Zwecke einzusetzen. So konnte auch dieses Training ebenso vergnüglich wie auch für alle Teilnehmer äußerst erkenntnisreich zu Ende gebracht werden. (Fotos folgen)

(Julia Bohlken)

            

Fotos: Daniel Decker

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Grundlagen-Training im Januar: Laufen und Haltung im Standardtanz

Gehen will gelernt sein. Das haben die Teilnehmer des Grundlagen-Trainings am 4. Januar deutlich zu spüren bekommen. Bevor sich die bunte Schar aus Jung und Alt an diesem Sonntagmittag auf die Tanzfläche begab, hätte wohl keiner von ihnen vermutet, dass man allein durch einstündiges Im-Kreis-Laufen derart ins Schwitzen kommen könnte.

Der Schwerpunkt dieses Trainings lag auf den Grundlagen für Standardtänze. Und so stellte man sich neugierig auf Anweisung von Daniel Decker im Kreise auf und beobachtete, wie er jeden Schritt, jede Fußbewegung in kleine Einheiten zerlegte. Es stellte sich schnell heraus, dass jene Dinge, die wir beim alltäglichen Spaziergang wie selbstverständlich ausführen, auf der Tanzfläche vollständig neu erlernt werden mussten. Ebenfalls durften alle Teilnehmer feststellen, dass man bei dem Versuch, langsam und exakt das nachzuahmen, was der Übungsleiter vorgeführt hatte, ganz schnell ins Wanken gerät. Insbesondere im sogenannten Doppelstütz, bei dem das Gewicht zwischen dem Ballen des hinteren und der Ferse des vorderen Fußes ausbalanciert werden muss, sah man viele Arme hilfesuchend in der Luft rudern. Am Ende dieser ersten Stunde beherrschten die Teilnehmer das Vorwärts- wie das Rückwärtslaufen, und obwohl bereits jetzt erste Schweißperlen zu sehen waren, stand die wirkliche Herausforderung noch bevor.

Im zweiten Teil konzentrierte man sich auf die korrekte Standardhaltung. Wieder wurde die Haltung in Einzelteile zerlegt, so dass jeder sogenannte Kontaktpunkt für sich Beachtung fand. Die Schwierigkeit hier bestand weniger im Fortbewegen als vielmehr in dem Tanzpartner, auf dessen Mitarbeit nun jeder angewiesen war. Nur mit Hilfe eines der Kontaktpunkte, bspw. gefasster rechter Hand der Dame und linker Hand des Herrn, seinen Partner sicher durch den Raum zu führen, erwies sich als äußerst herausfordernde Angelegenheit. Um die Latte noch etwas höher zu legen, ordnete Daniel für diese Übung einen munteren Partnerwechsel an.

Am Ende dieses unterhaltsamen Vormittages waren die Ergebnisse dieser Anstrengungen deutlich zu sehen: Die Teilnehmer setzten ihre Schritte bewusster, jeder einzelne gab sich Mühe, zur korrekten Haltung im Paar beizutragen und insgesamt hatten wir gelernt, besser zu führen und zu folgen.

(Julia Bohlken)

 Fotos: Martin Hoffmann